Eine Armee kämpft gegen Menschenhandel

 

 

 

 

 

Die Positionierung der Heilsarmee zum Thema Menschenhandel:

http://www.salvationarmy.org/ihq/ipshumantrafficking

Um zu verstehen, warum die Heilsarmee so stark im Kampf gegen Menschenhandel engagiert ist, muss man auf ihre Wurzeln und ihre Geschichte schauen. Seit ihren Anfängen sah sie ihren Auftrag in den Slums von London bei den Mittellosen und Verzweifelten. 1880 verbündete sich die Heilsarmee mit Josephine Butler und ihrer Bewegung zugunsten von Frauen und Mädchen, dies in Übereinstimmung mit ihrer Mission - diesen Frauen helfen, der Prostitution zu entkommen und ein neues Leben anzufangen. 1881 eröffnete die Heilsarmee das erste Haus für Frauen, die dem Strassenleben und der Prostitution entfliehen wollten. Weitere Häuser folgten.

 

Die Heilsarmee wollte aber mehr erreichen, als diesen verkauften und ausgebeuteten Frauen und Mädchen "nur" Schutz anzubieten. Sie wollte eine Veränderung in der Gesellschaft sehen, um zu verhindern, dass Frauen und Mädchen überhaupt verkauft und ausgebeutet werden. Sie nahm an einer verdeckten Ermittlung teil, welche Aufmerksamkeit auf den Handel mit jungen Mädchen in England ziehen sollte (mehr dazu hier). Diese Ermittlung erreichte ihr Ziel und nach kurzer Zeit wurde entschieden, das Mindestalter für Prostitution von 13 auf 16 Jahre hinaufzusetzen. Catherine und William Booth sprachen beide vor grossem Publikum über die Notwendigkeit, Mädchen und Frauen zu schützen. Ihre Bemühungen gegen Menschenhandel und Ausbeutung hörten aber nicht da auf: William Booth entwickelte einen nationalen Plan für die Befreiung schutzloser Mädchen und die Rettung gefallener Menschen. Ziel war eine zentrale Beratungsstelle zu eröffnen für Opfer, gefährdete Menschen und Familienmitglieder von Opfern oder verschwundenen Mädchen sowie die Einrichtung von Häusern für den Schutz und die Begleitung von Opfern. In nur 30 Jahren entstanden 117 Schutzhäuser in England. Parallel dazu wurden "Midnight Rescue Brigades" zusammengestellt (was wir heute Rahab Teams nennen): Ihr Ziel war, diese Frauen und Mädchen zu finden, sie in ihrer Situation zu unterstützen und sie aus der Ausbeutungssituation herauszuholen.

Catherine Booth erklärte diese Mission mit den Worten:

 

"Zu Schweigen wäre ein Verrat gegen die Menschheit gewesen".

 

Heute noch will sich die Heilsarmee weltweit gegen Menschenhandel einsetzen, und das tut sie mit Sensibilisierungs- und Informationsprogrammen, Einsätzen im Rotlichtmilieu, Schutzhäusern und Begleitungsprogrammen für Opfer von Menschenhandel.  

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Aktuell

 

 

 

Willkommen zur Ausgabe November 2016 von #UpForJustice – einem monatlichen Informations- und Gebetsbrief der Internationalen Kommission für soziale Gerechtigkeit (International Social Justice Commission, ISJC) mit Sitz in New York City, USA.

 

Diesen Monat denkt Kommandeurin Janine Donaldson, Territoriale Projektoffizierin und Territoriale Präsidentin der Frauenorganisationen für das Territorium Neuseeland, Fidschi und Tonga über das vierzehnte  SDG nach:

Ozeane, Meer und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.